Was wir gefunden haben
Verpackungsmessen sehen alle gleich aus: Maschinen, die Kartonagen produzieren, in allen Formen, Größen und Farben. Jeder zeigt, was er kann. Antalis stand mit einer Maschine mittendrin.
Dann die Frage, die alles gedreht hat: Verkaufen Sie diese Maschine eigentlich?
Nein. Antalis stellt keine Verpackungsmaschinen her. Man kann sie dort gar nicht kaufen. Antalis kauft sie — als Werkzeug, um die eigene Lösung zu bauen. Das Produkt von Antalis ist nicht die Maschine. Es ist die Verpackung, die genau zu einem Produkt passt.
Auf dem Stand stand also ein Gerät, das niemand dort kaufen konnte. Nicht aus Kalkül — sondern weil alle anderen es auch so machten.
Die Entscheidung
Nicht die Maschine zeigen. Das Produkt erlebbar machen.
Und das Produkt ist eine Lösung: dass etwas heil, dicht und passgenau ankommt. Das kann man nicht ausstellen. Das muss man den Besucher erleben lassen.
Verworfen: das Exponat als Mittelpunkt. Es hätte funktioniert — genau wie bei allen anderen in der Halle auch.
Was daraus folgte
Die Standmitarbeiter bekamen die Maschine nicht als Exponat in die Halle gestellt, sondern in die Hand. Und sie führten damit Dinge vor, die mit dem Verkaufsgegenstand nichts zu tun hatten: ein Smartphone wasserdicht einschweißen. Eine angebrochene Chipstüte wieder nahezu luftdicht verschließen, mit nichts als einer Plastikflasche.
Kleine Alltagsprobleme, die jeder kennt. Der Besucher bleibt stehen, weil ihn das persönlich betrifft — und kommt ins Gespräch. Und dann fällt der Satz, auf den alles gebaut war: „Wir verpacken natürlich auch industriell. Worum geht es bei Ihnen?“
Jetzt erzählt der Besucher sein Problem. Ohne dass jemand pitchen musste. Und den Life-Hack nimmt er mit — nach Hause, ins Büro, zu den Kollegen. Er erzählt weiter, was er gesehen hat.
Bevor man fragt, wie man etwas zeigt, muss man wissen, was man eigentlich verkauft. Antalis verkauft keine Maschinen. Antalis verkauft, dass etwas heil ankommt.
Sie wollen mit Antalis sprechen? Wir vermitteln den Kontakt.